Zum Gedenken an Elisabet Hiller-Woska

Dienstag, 2. April 2013 - 12:25

 

Am Mittwoch, den 27.03.2013, ist Elisabet Hiller-Woska, die Schauspielerin, Dramaturgin, künstlerische Mitarbeiterin und Ehefrau des Komponisten Wilfried Hiller in Berg am Starnberger See verstorben.

Elisabet Hiller-Woska verstarb nach langer Krankheit zwei Tage vor der Uraufführung des Werks „Gedankensplitter“ ihres Mannes, zu dem sie die Texte ausgewählt hatte. Ihrem Ehemann, ihrem Sohn, der Familie, allen Freunden und Mitarbeitern wird sie mit ihrer beispiellosen Lebenslust, ihrer Energie, ihrer Liebe und Fürsorglichkeit in Erinnerung bleiben.

Die Gedenkfeier für Elisabet Hiller-Woska findet am Montag, den 08.04.2013 um 10:30 Uhr in der Trauerhalle des Krematoriums Ostfriedhof (St.-Martin-Straße 41, 81541 München) statt.

Elisabet Hiller-Woska absolvierte ihr Schauspielstudium bei Fred Liewehr, Helmuth Kraus und Dorothea Neff. Sie war Fernsehsprecherin bei ORF, ZDFund WDR. 1958 erhielt sie den Preis "Il sorriso d'Europa – Das Lächeln Europas" (RAI, Rom 1958). Es folgten Schauspielengagements in Wien, Klagenfurt, Celle, Kiel, Ingolstadt, Bonn, Augsburg und München (u.a. Residenztheater) sowie Produktionen für Hörspiele, Film, Fernsehen und Synchronisation.

Seit 1971 arbeitete sie mit dem Komponisten Wilfried Hillerzusammen, der später ihr Ehemann wurde. Es entstanden das Monodram An diesem heutigen Tage (ZDF 1974, Münchner Opernfestspiele1979), die FernsehoperNiobe (Titelrolle; BR/ORF, Anerkennungspreis der Stadt Salzburg 1977), Du bist schön meine Freundin - Schulamit (ZDF 1982), das Melodram Der Josa mit der Zauberfiedel (1985), die Theaterproduktionen Trödelmarkt der Träume (1984/2002), Mich erfreut ihr Mündlein rot - aus dem Liederbuch der Clara Hätzlerin (1984), nach Wilhelm Busch Der Geigenseppel (2000), „Ophelias Schattentheater (Text Michael Ende, 2011) u.v.m.

An allen Musiktheaterwerken, die Wilfried Hiller schrieb, war sie als dramaturgische Beraterin beteiligt. Seit 1981 war Woska künstlerische Mitarbeiterin bei Hillers Münchner Musiknächten. Ab 1986 widmete Elisabet Hiller-Woska sich besonderen Ausstellungsprojekten: Franz Liszt (1986), Günter Bialas und sein Kreis (1986), Das Münchner Abkommen 1938(1991), Das Kalevala Epos – der Schamanismus der zirkumpolaren Völker (1991) in der Münchner Musikhochschule. Hiller & Ende (Staatstheater am Gärtnerplatz 1988), Harald Genzmer (Altes Rathaus München 1989), Liebe, Lust und Leidenschaft über 600 Jahre (Rathaus Landshut, Hofmusiktage 1990), Jean-Pierre Ponnelle (Bayerische Staatsoper 1991), Carl Orff (Kloster Andechs 1992), Wilfried Hiller – Ein Komponist zum Anfassen“ (München/Roggenburg 2011). Kataloge zu den Ausstellungen über Harald Genzmer und Jean-Pierre Ponnelle.

Schallplatten und CDs: Tranquilla Trampeltreu, Der Lindwurm und der Schmetterling, Norbert Nackendick, Filemon Faltenreich (DGG Junior). Der Josa mit der Zauberfiedel (Patmos, DGG), Enoch Arden (Arts), Intermezzo(EMI), Trödelmarkt der Träume (Traurige Tropen), Schulamit(Wergo), Die Geschichte vom kleinen blauen Bergsee (DGG), Leila und Madschnun (Celestial Harmonies), Der Josa mit der Zauberfiedel (Schott).

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