Der Sohn des Zimmermanns (2010)

(Uraufführung 16. März 2010, Würzburger Dom, Würzburg) – Oratorium, Text: Winfried Böhm, musikdramaturgische Mitarbeit: Elisabet Woska.

In einem Prooimion, sieben Bildern (am Jordan, in der Wüste, bei der Hochzeit, auf dem Berge, nach dem Abschiedsmahl, im Palast / ein Totentanz und am offenen Grabe) sowie einem Epitaph erzählt dieses ungewöhnliche Oratorium das Leben Jesu – als Mensch, als „Sohn des Zimmermanns“.

Szenen nach dem Neuen Testament

Komponist: 
Wilfried Hiller
Librettist: 
Winfried Böhm
Widmung: 
in memoriam Olivier Messiaen
Uraufführung: 

16. März 2010 Würzburg, Dom (D) · Julia Rebekka Adler (Viola d'amore) u.a. · Dirigent: Martin Berger · Würzburger Domchor; Jugendkantorei am Würzburger Dom

Orchesterbesetzung: 

Klar. · Viola d'amore · 33 Violen (1. auch Vl.) - Diskant-Zith. · Hackbrett./Kb.-Hackbrett. · 4 Hfn. · Cel. - S. (7 P. · Glsp. · Zimbeln · 4 Röhrengl. · Kin · Dobaci · Kirchenglocken · 2 Trgl. · Javanischer Buckelgong · 6 Buckelgongs · Heulgong · 2 Bell-Trees · Tamt. · Rahmentr. · 4 Bong. · kl. Tr. · 4 Tomt. · 3 Schlitztr. · 4 gr. Tr. · 4 Nagako-Daiko · 3 Geophone · Guiro · Clav. · Woodbl. · Seimanterion [vom Versucher gespielt]) (4 Spieler)

Personenbesetzung: 

Ein Bühnenarbeiter · Schauspieler - Johannes der Täufer · dramatischer Tenor - Der Versucher · Koloratursopran - Maria Magdalena · Mezzo-Sopran - Zwölf Apostel · 4T4Bar4B - Ein Gärtner · lyrischer Tenor - Pilatus · dramatischer Tenor - Voces · 2S2Mez2A - verschiedene Chorgruppen

Wilfried Hiller über das Stück:
"Wie stellt man Jesus, den Sohn des Zimmermanns dar? Lange dachte ich darüber nach, bis mir eines Tages klar wurde, dass Jesus nur als Klang einer Viola d'amore und mit 33 Bratschen umgesetzt werden könne. Ich berief mich auf das Zahlenquadrat in Dürers Kupferstich MELANCHOLIE, dessen Summe vertikal oder horizontal immer die Zahl 34 ergibt. Es ist die Zahl der Lebensjahre Jesu. In der kabbalistischen Addierung ergibt 34, also 3+4= 7, das ist die Anzahl der Szenen. Die Zither faszinierte mich wegen ihres Klangs und der 34 Freisaiten. Die Harfen nahm ich hinzu, weil der See Genezareth der "Harfensee" bedeutet. Da war ganz klar, daß die Gegend, in der Jesus gelehrt hatte, nach Harfen klingen musste."

Verlag: 
Schott Music
Aufführungsdauer: 
100min
Kompositionsjahr: 
2005 - 2009
Ausgabe: 
Dirigierpartitur
Sprache: 
deutsch
Aufführungsmaterial: 
leihweise
Bildrechte: 

BR Klassik

Video: 
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