Die Jagd nach dem Schlarg (1988)

WAS BITTE IST EIN SCHLARG?

Die Jagd nach dem Schlarg ist die Suche nach einer Oper.
(Hans Sisa - Der Bäcker)

S-C-H-L-A-R-G genau das ist ein Schlarg.
(Dodgson/L.Carrol – Manfred Ball)

Das wissen wir noch nicht. Das wird sich noch rausstellen. Wir sind alle noch dabei, es zu suchen.
(Der Makler – Johannes Preißinger)

Das Schlarg soll ein Buhmalm sein, oder wenn es nicht das Buhmalm ist, ist es das Juck-Juck.
(Der Hutmacher – Grazyna Winogrodzka)

Das ist eine sehr individuelle Sache, jeder stellt sich etwas anderes darunter vor und in meiner Rolle geht es darum, dass praktisch die Liebe das Schlarg ist.
(Der Metzger – Rainer Scholze)

Ich gehöre ja zu den wenigen, die das Schlarg überhaupt finden, indem ich die Liebe entdecke.
(Der Biber – Liat Himmelheber)

...das ist ein Ding, vor dem sich die Leute fürchten und nicht genau wissen, was es ist...
...ein Schlarg, das weiß eigentlich keiner genau, was das ist, nicht einmal der Herr Mr. Dodgson...
....das, wonach jeder Mensch halt im Leben strebt, aber man findet’s halt meistens nicht, oder wenn man’s gefunden hat, dann ist es meistens nicht das, was man erwartet...
....ich stelle mir darunter vor, dass das vielleicht ein Ungeheuer ist...
....das, was sich jeder für sein Leben erwartet...
....das ist das Glück, was jeder Mensch finden will...
(Die sechs kleinen Mädchen)

Eine musikalische Clownerie frei nach Lewis Carrolls Nonsensegedicht "The hunting of the Snark"?.
Libretto von Michael Ende.

Komponist: 
Wilfried Hiller
Librettist: 
Michael Ende
Dichter der Textvorlage: 
Lewis Carroll
Uraufführung: 

16. Januar 1988 München, Prinzregententheater

Orchesterbesetzung: 

Ensemble I: Picc. · Altsax. · Kfg. · Pos. · Tb. · Kuhglocken Ensemble II: 1 (auch Picc.) · 2 (2. auch Engl. Hr.) · 2 (2. auch Bassklar.) · 1 - 2 · 2 · 1 · 0 - S. (Gongs · versch. Beck. · jap. Gongs · Hi-hat · 2 Tomt. · Tamt. · Cymb. · 3 Trgl. · Met.Ratsche · 2 Bong. · 2 Schellentr. · kl. Tr. · gr. Tr. · gr. Tr. m. Beck. · 2 Holzbl. · 3 Tempelbl. · Stabpanderetta · Kast. · Guiro · Gl. · Flex. · Dobaci · Röhrengl. · Vibra slap · Bell-Tree · Waldteufel · Trillerpf. · Glspl. · Xyl. · Baßxyl. · Vibr.) (4 Spieler) - Hfe. · Klav. (auch Cel.) - Str. (1 · 1 · 1 · 1 · 1) Auf der Bühne: Gr. Tr. mit Beck. · Handgl. · Mundharm. ad lib. Auf Tonband (vom Veranstalter selbst zu erstellen): Musikkoffer · Registrier-Maschine · Pistolenschüsse · Schreie des Juckjuck (mit Kreide auf Schiefertafel) · Gewitter und Sturm · Ziehharmonika (Spieluhren, Drehorgel, Orchestrion u.a. mechanische Musikinstrumente müssen auf einer Allen-Digital-Computerorgel gespielt und auf Band aufgenommen werden).

Personenbesetzung: 

Mr. Lewis Carroll, Mr. Charles L. Dodgson (siamesische Zwillinge) · Schauspieler - Büttel · Tenor - Die Mannschaft: Bäcker · Baßbariton mit hohem Falsett, Jodel- und Pfeiftechnik - Metzger · Baßbariton - Biber · lyrischer Mezzosopran - Rechtsanwalt · Bariton - Bankier · Baß - Die Brother-Sisters: Boy · Koloratursopran - Hutmacher · Alt - Makler · Tenor - Billard-Markör · Baß - Toter Onkel · lyrischer Tenor mit hohem "C" - Drei Mädchen (6-12 Jahre) · Ballettelevinnen, stumme Rollen

Wilfried Hiller über das Stück:
""Wir haben keine Bühne, keinen Platz für ein Bühnenbild und keinen Orchestergraben, aber ich will eine Oper von euch haben," sagte August Everding zu Ende und mir. "Unter solchen Voraussetzungen kann man nur eine Nonsens-Oper schreiben," antwortete Ende. Es wurde eine abenteuerliche JAGD NACH DEM SCHLARG.  Michael Ende hatte mehrmals ins Textbuch geschrieben :Pause für Lacher einplanen!" An diesen Stellen war es bei der Uraufführung totenstill. Everdings Kommentar: "Da lacht nur ein Engländer." Es waren aber keine Engänder im Publikum. "Die Jagd nach dem Schlarg" bedeutet die Jagd nach dem Glück. "Die Jagd nach dem Schlarg" bedeutet die Jagd nach dem Glück. "Die Jagd nach dem Schlarg" bedeutet die Jagd nach dem Glück. Da nach des Büttels eigener und unbezweifelbarer Auskunft alles, was man dreimal behauptet, wahr ist, erübrigt sich durch dieses mein Vorwort jegliche weitere Diskussion. Da kann mein armer, alter Freund Ende machen, was er will. Punktum. "

Aufführungsdauer: 
90min
Kompositionsjahr: 
1987
Bildrechte: 

Werner Neumeister DGPh, München